Veröffentlicht am

Köln: Sexuelle Gewalt bricht aus, wenn die Umstände es zulassen

Die Übergriffe in Köln sind genau nicht die sexuellen Gewalttaten in den eigenen vier Wänden oder im sozialen Nahbereich, die bei der sexuellen Gewalt sonst dominieren, sondern wurden in der Öffentlichkeit begangen, praktisch unter den Augen der Polizei errichteten die Täter im übertragenen Sinne des Wortes die eigenen vier Wände, indem sie sich um ein Opfer gruppierten und dann misshandelten und ausraubten.“

Vor diesem Hintergrund ist es leider nicht egal, ob die Täter möglicherweise aus dem arabischen Raum stammen (…) wenn es so ist, wirft das weitere Fragen auf (…). Diese Debatte zu führen, ist nicht leicht. Besonders, weil sich die Diskussionskultur (…) bereits sehr negativ entwickelt hat, der rechtsradikale Mob instrumentalisiert das Thema, um die Angst weiter zu schüren und die Konflikte weiter zu verschärfen.“

„Die Erschütterung vieler Menschen über Köln wurde wohl nicht allein vom Ausmaß der Gewalt ausgelöst, die an einem öffentlichen Ort tobte. Viele Menschen sind sicherlich auch aus rassistischen Motiven so empört, denn andere Gewalt interessiert sie zumeist nicht die Bohne.

Quelle: Köln: Sexuelle Gewalt bricht aus, wenn die Umstände es zulassen

Mein Kommentar: 
Es kann nicht sein, dass rechtsfreie Räume in Anwesenheit der Polizei entstehen, ist aber Fakt.

Sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen wird in Deutschland oft stillschweigend akzeptiert oder verharmlost. Verbale, körperliche, und wirtschaftliche Ungleichheit besteht nach wie vor.

In anderen Teilen der Welt, auch aus denen Immigranten nach Deutschland kommen, ist die Rolle der Frau nicht so gestärkt wie hier. Ohne männlichen Begleitschutz würde sich ‚dort‘ vielerorts keine Frau nachts alleine draußen bewegen. Daher bestand die Ansammlung am Kölner Hbf vermutlich nur aus Männern, weil deren Schwestern sicher zu Hause bleiben müssen, aufgrund der Gefahr, die von Männern ausgeht. Wäre die Situation so eskaliert, wenn gleichaltrige junge muslimische und nordafrikanische Frauen ebenfalls dort gewesen wären? Vermutlich nicht. Vermutlich hätte es diese Ansammlung nicht einmal gegeben.

Was nun? Folgende Reaktionen halte ich für grundsätzlich falsch.
Reaktion 1: Der Fremde ist kriminell, muss stärker überwacht werden.
Reaktion 2: Es dürfen keine Fremden mehr herkommen.
Reaktion 3: Der Fremde darf hier nicht sein, muss weg.

Oder:
Reaktion 1: So sehr man sich in Hoyerswerda ein Eingreifen der Polizei gewünscht hätte, so sehr hätte man es sich Silvester in Köln gewünscht – und der Vergleich hinkt tödlich.
Reaktion 2: Aufklärung und Beschäftigung mit Neuankömmlingen in dieser Gesellschaft. Ihnen zeigen, wie wir hier leben, was unsere Ängste sind und was wir an diesem Land und Leben mögen und schätzen.
Reaktion 3: Vielleicht doch die Frage stellen, ob eine Willkommenskultur an Bedingungen geknüpft werden sollte.

 

Wer Denkfehler findet, bitte in die Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s