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Sabbatjahr & Fischbrötchenologie

Moin Leute,
Wow, ca. 100 Aufrufe in der Woche vor Weihnachten. Megageil für so einen speziellen Nerdblog. Ich freue mich, dass ihr Gefallen daran findet, daher gibt es heute als verspätetem Weihnachtsgeschenk und Silvesternachtrag einen neuen Comic und darunter die Fischbrötchenologie. Frohes 2013 aka Frozen Noise!

BLOWM Sabbatjahr

Fischbrötchenologie
Mir ist soeben auf dem Klo klar geworden, dass ich hier ja publiziere. Und das, was dem Eigenbrötler früher seine mickrige Literaturzeitschrift war, ist heute wohl das online Blogging. Von daher könnte die Qualität meiner geistigen Ergüsse ja ein wenig steigen. Deswegen nun, um das geistige Niveau zu heben, der erste Schritt zur Etablierung einer neuen Studienfachrichtung: Die Fischbrötchenologie.

Der Aufbau dieser elementaren (nicht elitären) Fachrichtung soll sich so gestalten, dass er sämtliche Bereiche des Lebens, die mit Fischbrötchen zu tun haben (also alle) schneidet oder sogar umfasst. Jeder interessierte Mensch soll sich angehalten fühlen, unter nachstehenden Prämissen mitzuwirken.

BLOWM fischbrötchenologie

1. Der Fisch (Biologie, Anatomie)
1.1. Die Konservierung (Chemie, Biochemie, Lebensmitteltechnik)
2. Das Brötchen
2.1. Die weiteren Zutaten
3. Die Ologie/ Zubereitung (Ernährungslehre und Haute Cuisine)
3.1. Die Auswirkung auf den Menschen (Biologie, Chemie Teil 2)
4. Der Fisch als Handelsware und Kulturphänomen (Geschichte, Marktwirtschaft, Politik und Gesellschaft)

General Studies:
– Fischbrötchen und Alkohol: präventiv, begleitend oder rehabilitativ?
– Fischbrötchenschnack an der Bude. Kursfahrt nach Ostfriesland.

Erläuterungen zum Studienaufbau
Punkt 1 und 2 sind klassische Schulfächer, entsprechen dem Grundstudium der Fischbrötchenologie.
Punkt 3 ist bezüglich der Ernährungslehre vermutlich am aktualisierungsanfälligsten. Wobei der Teilbereich Haute Cuisine einen großen praktischen Bereich enthält und Kenntnisse der Zubereitung vermitteln soll, womit das GS abgeschlossen wird.
Das Studium der ersten 3 Teilbereiche qualifiziert zum Fischbrötchenologen. Wer es zum Fischbrötchenprofi bringen will, sollte mit Punkt 4 den Fisch als Handelsware und Kulturphänomen kennen lernen.

BLOWM brathering

Wer erfand den Brathering?
Die treibende Frage bei dieser vorläufigen Recherche ist, wer hat den Brathering erfunden? Bei meinen ersten oberflächlichen Onlinerecherchen bin ich auf das Lexikon Hüttenhilfe gestoßen, die mich auf Willem Beukelzoon aus Biervliet gebracht haben. So wie es aussieht scheint er der erste Hoshi zu sein, der Fisch gepökelt hat (Fleisch und andere Lebensmittel durch Salz haltbar zu machen, war ein alter Hut). Geiler Macker. Biervliet ist übrigens am süd-westlichen Zipfel der Niederlande, der oberste Trapezpunkt von Brügge und Antwerpen.

Im Zuge dieser ersten Recherchen nach dem Urvater des Bratherhins stieß ich auf die sehr amüsanten „Lehrsätze der Naturgesetze für Frauenzimmer“ von 1816. Man merkt schon, dass Heringszubereitung zu den elementarsten Dingen auf dieser Welt gehört. Dort wird das Weltbild jener Tage für Frauen verständlich und in einfachen Sätzen erklärt. Ich zitiere zum Thema Hering:

„Die Holländer salzen ihn am besten. Der erste Erfinder des Einsalzens war Wilhelm Beutelssohn von Bierfliet in Flandern, Bökel (richtiger Beukelsz), Willem, ein Fischer zu Biervliet in Flandern, verbesserte das Einsalzen der Heringe und starb 1397 (?) in Biervliet. Von seinem Namen leiten manche das Wort bökeln (pökeln) her. Camberlyu feierte Bökels Erfindung in einem lateinischen Gedichte:
»De Bukelingi genio« (Gent 1827). – Pökeln: Adelung: Gemeiniglich leitet man dieses Wort von einem gewissen Wilhelm Bökel oder Beukelszoon von Biervliet her, der die Kunst, Fleisch und Häringe einzusalzen, um das Jahr 1337, oder nach andern 1394 erfunden haben soll. – Hübner: Zeitungslex Sp. 293.“

Nun gut, der gute Bökel wird nicht das Einsalzen von Lebensmitteln erfunden haben, aber vermutlich kann man ihm das Pökeln ankreiden. Wikipedia sagt zum allgemeinen Eintrag zu Pökeln, dass durch Salz, Nitrite und Salpeter die im Fisch befindliche Feuchtigkeit für Mikroorganismen unbrauchbar und der Fisch somit haltbar gemacht wird.

BLOWM 301220123151
Briggedi Brazzering während der Feldforschung mit nem Backfisch

Abschließende Bemerkung
Soviel erst einmal. Den Erfinder des Bratherings, es handelt sich vermutlich um eine kollektive Erfindung, auszumachen, gehört zu Punkt 4 des Lehrplans.

In diesem Sinne,

schön den Lachs baden.
Bliggedi

Ps:
Bei WordPress werden auf dem Dashboard immer ein paar Begriffe angezeigt, über die dieser Blog in Suchmaschinen gefunden wurde. Die Top-Suchen diese Woche sind, ich staunte nicht schlecht: Opa Sex Bilder, ein Rap Text über ich mache dich fertig. Aha. Na dann…
Pps:
Nächsten Montag gibt es dann wieder mehr Bilderkrams. Yeah.

3 Antworten zu “Sabbatjahr & Fischbrötchenologie

  1. Meinungsmacher ⋅

    Klasse. Jetzt kenne ich das coolste Studienfach ever!😉
    Nur schade, dass du kaum bis gar nicht Hochdeutsch rappst.😦

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