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Das Leben als Rapper. Intime Einblicke des authentischsten MCs seit Charlie Chaplin

a day in the life of blowm bloggy blogg…
Moin Leute,
das Leben als Rapper ist nicht leicht und wer nicht rappt, wird nicht wissen, was an einem Tag so alles passiert. Daher möchte ich euch einen kleinen Einblick geben.
Heute morgen wachte ich auf, lief durch meine Villa, durchquerte den Aufnahmeraum und was sah ich? Eine riesige Motte saß an meinem Mikrofon. „Was sollte das bedeuten?“ fragte ich mich. Ein schlechtes Zeichen? Sollte ich das Mic einmotten oder verrottete es und war nutzlos geworden?


Motte am Mic

„Fuck“, dachte ich mir. „So fängt der Tag ja scheiße an.“ Aber ich ließ mich erstmal nicht weiter beeindrucken. Fing die Motte mit dem guten alten Glastrick ein und schmiss sie wie die Geschlechtspartnerin der letzten Nacht in ätzendster Arschlochmanier raus. Dann ging ich erstmal aufn Pott, rauchte eine und rasierte mir die Haare von den Zähnen.


Komfortabel eine rauchen


Haare aufn Zähnen rasieren


massig Haare aufn Zähnen

Zum Frühstück gabs dann heute HipHopCracker und Pimmelwurstkäse. Das beste Frühstück für einen Rapper, der was auf sich hält. Kohlenhydrate, Fettness und Alles! Von Alfred schön phallisch angerichtet.


HipHopCracker

Pimmelwurstkäse

Als ich dann in den Postkasten guckte, sah ich, dass meine Verwandten aus New York (jeder echte Rapper hat Verwandte im Bigg Apple, wegen *die Realness und so, nä!) mir wieder mal eine Postkarte geschickt hatten. Megageil und freu.


Postkarte aus NY

Weil es heute regnerisch und kalt werden sollte, wie die Wetterilse mir es jedenfalls suggerierte, zog ich mir natürlich ne Jacke an. Zwar ist es als Rapper schick, immer fresh zu sein. Aber unter uns, manchmal muss man seine eigenen Regeln aufstellen. Man will ja kein Abziehbild-MC sein, also schnell rein in die Jacke.


Meine Jacke

Dann fuhr ich zur Arbeit und nagelte n paar Platten an n Baum. Viele Menschen vergessen leider immer wieder, dass Rap zu großen Teilen reines Handwerk ist.


Weg zur Arbeit


Platten nageln

In der Mittagspause (Rapper haben Gleitzeit) ging ich mir n paar neue Klamotten kaufen. Es steht ausser Frage, welche Marke so ein richtiger Rap-MC trägt. Nur wenige Modemarken genügen den Ansprüchen eines Wortjongleurs. Meine Lieblingsklamotten sind von der Marke „Freestyle“. Denn Kleider machen Leute und Outfits machen MCs!


Freestyle Mode

Dann stand Mikrofonwäsche auf dem Programm. Von Zeit zu Zeit muss das sein, denn sonst hält der Gilb Einzug. Man kann sich als Nicht-Rapperin kaum vorstellen, wieviel Dreck sich in so einer Kugel über die Sessions ansammelt. Normalerweise reinige ich nur das Kabel nach einem Rapabend und das ist schon eine schmierige Angelegenheit, aber die Kugel? Das war ein Rotz! Zeit zum trocknen..


Rotzmickugel

…und Zeit für einen kleinen Snack. Zum Beispiel n lütten Matjes. „Denn wi bruken keen Sushi, wi eeten fein Matjes.“ Gerappt getan. Ein Superrapper greift immer zu den Superlativen. Und so hab ich das Ding astrein verhaftet.


Megamatjes

Mit vollem Magen denkt es sich nicht gut, also schnell Strom aus dem Ofen geholt, um dann ein wenig Texte zu jähten.

Stromofen

Lyrics von Unkraut und Quatschfug zu befreien ist insofern eine relativ entspannte Arbeit, da man nicht wirklich Neues schaffen muss, sondern sich von alten Gedanken leiten lassen kann. Obacht! So mancher hat sich in den Wirren und Schlirren der Vergangenheit verrannt und verheddert. Stichwort: Ariadnefaden.


Texte jähten

Gleitzeit sei Dank, Rapper können auch nachts arbeiten und dürfen die Fortbildung nicht vergessen. Gegen frühen Abend stand ein Konzert der neuen Trendsetterband namens „Unbestuhlt“, mit ihrem Programm „Beats im Park“ auf dem Zettel. Also Hühner gesattelt und losgeflippt. Wer ein richtiger Rapper sein will, ahnt natürlich die Konkurenz ab und diese Besuche sind als Fortbildungsmaßnahmen von der Steuer absetzbar. Megageil.


Die Band Unbestuhlt

Bevor es losgeht noch ne Flasche Superbock aufgedreht. Denn mit Superbock hat man super Bock. Und dann konnte es beginnen.

Hier ein kleiner Blick auf die Bühne. Ich glaub ich brauch so langsam echt ne Brille.


Beats im Park

Nach dem Konzert hab ich mir dann auch ne Brille und ein Kaltgetränk besorgt. Endlich Feierabend. Da kann man sich ausnahmsweise auch mal ne Kippe anstecken.


Feierabendrapper

Schwupp’s’diwupp, Fortbildung, Megamatjes und alles führte dann noch dazu, dass ich einen neuen Text ausspucken konnte. Das funktioniert dann meist wie von allein, ist aber harter Vorarbeit geschuldet. Das will zwar meistens niemand wissen, also lassen wir es bei: it’s magic.


Reimend

Ein letzter Schluck aus dem „B-Glas“, die Erlebnisse fest halten und ein erfolgreicher Tag geht zuende.

In diesem Sinne, sauber und dran bleiben,
Dein Bliggedi

2 Antworten zu “Das Leben als Rapper. Intime Einblicke des authentischsten MCs seit Charlie Chaplin

  1. megageile Fotos, digger. Endlich sacht aber auch ma einer wies wirklich ist!

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